Lehrstelle


Sägerin/Säger EFZ

Sägewerke produzieren aus dem Rohstoff Holz wertvolle Halbfertigprodukte für die Zimmerleute und die Schreiner. Nebenbei entstehen Hackschnitzel für die Wärmeproduktion und Sägespäne für Holzwerkstoffe wie z.B. Faserplatten. Man spricht von der ersten Verarbeitungsstufe in der „Wertschöpfungskette Holz“. Die Sägereien sind dem GAV unterstellt und bieten zeitgemässe Arbeitsbedingungen an.

Der Beruf des Sägers, der Sägerin erlebte in den vergangenen Jahrzehnten eine zunehmende Mechanisierung, und das Arbeitstempo hat zugenommen. Moderne Sägereimaschinen sind heute EDV-gesteuert und müssen entsprechend bedient und programmiert werden. Die ausgebildeten Säger und Sägerinnen Holzindustrie EFZ übernehmen die Verantwortung für den optimalsten Arbeitsablauf, für Qualitätskontrolle, Einhaltung der Termine, die Arbeitssicherheit und die Beratung der Kundschaft. Sägerinnen und Säger kennen sich aus mit Qualität und Materialeigenschaften des Holzes, mit mechanischen und schnitttechnischen Betriebsabläufen und mit der Weiterveredelung der Halbfertigprodukte. Die Fachleute der Holzindustrie planen, organisieren, beraten, rechnen, kontrollieren, messen, klassieren, markieren, schneiden, schärfen, stapeln, trocknen, sortieren, verladen.

Holzbearbeiter-/in EBA

Wer die Grundausbildung zum Holzbearbeiter / zur Holzbearbeiterin EBA wählt, muss in erster Linie über praktische Fähigkeiten verfügen. Die schulischen Leistungen sind von untergeordneter Bedeutung. Bei dieser zweijährigen Grundausbildung kann man zwischen den Schwerpunkten „Werk + Bau“ und „Industrie“ auswählen. Bei überdurchschnittlichen Leistungen ist Wechsel vom Holzbearbeiter EBA zum Säger EFZ möglich.

Holzbearbeiter EBA mit Schwerpunkt „Industrie“ arbeiten vorwiegend in den Produktionshallen der Holzindustrie. Sie helfen mit bei der Herstellung von Kanthölzern, Lamellen für Terrassenroste oder Fassadenschalungen, verleimtem Bauholz, oder von Pellets und Hackschnitzeln für die Energieproduktion. Ein Holzbearbeiter EBA mit Schwerpunkt „Industrie“ muss zuverlässig arbeiten können und teamfähig sein. Freude im Umgang mit grossen Maschinen runden sein Profil ab.

Holzbearbeiter EBA mit Schwerpunkt „Werk + Bau“ arbeiten in Zimmereibetrieben und gehen auf Baustellen-Montage. Bei der Wahl dieses Schwerpunkts sind vor allem Handfertigkeit und ein gutes Vorstellungsvermögen gefragt. Lernende dieses Schwerpunkts sollten ausgesprochen „wetterfest“ und einigermassen schwindelfrei sein.  Interessierte können sich bei unserem Partnerverband Holzbau Schweiz informieren (www.holzbau-schweiz.ch).

Weiterbildung

Dank des dualen Bildungssystems in der Schweiz sind Säger nicht nur in der Berufspraxis erstklassig, sondern verfügen auch über einen gut gepackten Schulrucksack. Lernende mit sehr guten schulischen Leistungen können parallel zur Ausbildung im Lehrbetrieb die Berufsmatura machen. Ausgebildete Sägerinnen und Säger Holzindustrie EFZ haben attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten.
 

Dipl. Techniker/-in HF, Vertiefung „Holzindustrie / Handel"

Interessierte Fachleute aus der Wald- und Holzwirtschaft (3- oder 4-jährige Berufslehre) ohne Berufsmatura müssen eine Aufnahmeprüfung ablegen. Ausbildungsdauer 4 Semester. Abschluss mit eidgenössisch und europäisch anerkanntem Diplom. DIE Weiterbildung für mittlere und obere Kader im Betrieb.

Eidg. Berufsprüfung für Holzfachleute

Ausbildungsdauer 1,5 Jahre, Ausbildung in 3 Modulen à 3-6 Wochen. Abschluss mit eidg. Fachausweis. DIE Weiterbildung für untere und mittlere Kader im Betrieb.

  • Fachrichtung Holzkaufmann / Holzkauffrau
  • Fachrichtung ProduktionsleiterIn Holzindustrie

Info und Anmeldung

Technikerschulen HF Holz Biel
Solothurnstrasse 102, Postfach, 2500 Biel 6
T +41 32 344 02 02, F +41 32 344 02 90
infoholz.ahb@bfh.ch
www.ahb.bfh.ch/ahb/de/Technikerschulen